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Und der Oscar geht an ....

... Simon Stöckle aus Unterthingau. Der Junglandwirt beteiligte sich beim 1. Deutschen Agrar-Oscar, welcher von TopAgrar, Bayer CropScience, Claas und Big Dutchmann ausgerufen wurde.  Frei  nach dem Motto: "Kein Bock mehr auf Klische" reichten viele junge Leute aus der Landwirtschaft einen Videoclip ein. Von über 150 Einsendungen zeichnete die Jury elf Beiträge aus. Dabei spielte auch die Abstimmung der Internet-User ein Rolle, welche die Kurzfilme bewerten konnten.
Simon Stöckle aus Unterthingau im Ostallgäu mit seinen Kollegen Kerstin Royla und Martin Folgmann belegten den 5. Platz mit dem Beitrag "Funkenbauer - Das Land ist nicht genug". Hier zeigt der Junglandwirt was ihm an der Landwirtschaft gefällt und wieso er sich für diesen Beruf entschieden hat. Besonders die musikalische Hintermalung des Beitrags im Allgäuer Dialekt macht die ganze Produktion sehenswert. Der Beitrag kann unter folgendem Link angeschaut werden.

Neuer Name im Allgäu

Torben Olsen, Geschäftsführer der Arla Foods Deutschland GmbH. Foto: Hummel

Der Weg für Arla Foods in Süddeutschland Fuß zu fassen war steinig, wie es Deutschland-Geschäftsführer Torben Olsen in einem Gespräch mit dem Allgäuer Bauernblatt erklärte. Künftig soll das neue Unternehmen mit Verwaltungssitz in Wangen im Allgäu den Namen „Arla Foods Käsereien GmbH“ bekommen. Wie der Name schon sagt, liegt der Schwerpunkt der Produktion auf der Herstellung von Hart- und Bergkäse. Die Produkte sollen dann unter den regionalen Marken „Allgäuland“ und „Bergbauern“ vermarktet werden. Komplett einstellen wird Arla Foods die Frischeproduktion, was mit der Schließung des Molkereistandortes in Riedlingen einhergeht. In den verbleibenden drei Werken in Bad Wörishofen, Kißlegg und Sonthofen sollen jedoch weitere Investitionen folgen. Olsen geht von einem weiteren Wachstums des Unternehmens in den nächsten Monaten aus. Dabei steht neben möglichen Fusionen auch die Zusammenarbeit mit anderen Molkereien im Vordergrund. Derzeit werden im Allgäu etwa 250 Mio. kg Milch verarbeitet. ah

Sektoruntersuchung Milch

Das Kartellamt äußert sich zum Milchmarkt. Foto: Landpixel

Das Bundeskartellamt hat seinen Endbericht zur Sektoruntersuchung Milch veröffentlicht. Die Behörde präsentiert damit eine umfassende kartellrechtliche Bewertung der Geschäftsbeziehungen in der Milchwirtschaft. Im Rahmen der Sektoruntersuchung hat das Bundeskartellamt eine eingehende Analyse der Milchwirtschaft von der Beschaffung der Rohmilch über die Molkereiwirtschaft bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel durchgeführt. Handlungsbedarf sieht das Bundeskartellamt zum Beispiel im Bereich der Markttransparenz durch Marktinformationssysteme, die aktuelle und molkereispezifische Daten zum Milchauszahlungspreis veröffentlichen. Der Austausch dieser Daten begünstigt eine Vereinheitlichung der Auszahlungspreise durch regional im Wettbewerb stehende Molkereien.
Der Abschlussbericht verdeutlicht zudem, dass die Frage nach dem Machtgefälle zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel sehr differenziert beantwortet werden muss. Die Marktposition einer Molkerei wird entscheidend geprägt von der individuellen Höhe der Lieferanteile mit den Handelsunternehmen, von ihrem konkreten Produktportfolio und der Frage, ob und welche Vertriebsalternativen es gibt. Den Abschlussbericht finden Sie auf der Internetseite des Bundeskartellamtes.

Investitionsförderung: Anträge wieder möglich

Die Anträge zur Stallbauförderung in Bayern können wieder gestellt werden. Foto: Hummel

Ab sofort können die bayerischen Landwirte wieder Zuschüsse aus der einzelbetrieblichen Investitionsförderung beantragen. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, wird das wegen organisatorischen Veränderungen bei der Abwicklung vorübergehend ausgesetzte Programm mit weitgehend unveränderten Förderkonditionen wieder angeboten. Für bauliche Investitionen gilt damit weiter ein einheitlicher Fördersatz von 20 Prozent. Zuschüsse sind bis zu einem Investitionsvolumen von 750 000 Euro bei Einzelunternehmen bzw. 1,5 Millionen Euro bei Betriebszusammenschlüssen möglich.
Wichtige Änderungen gibt es dagegen beim Auswahlverfahren. Um gezielter vorrangige Projekte fördern zu können, wurde die Punktebewertung angepasst. Weitergehende Informationen und die Antragsunterlagen gibt es an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Für die Bewilligung und Auszahlung sind künftig die neuen Fachzentren für Einzelbetriebliche Investitionsförderung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg, Kulmbach, Weiden und Weilheim zuständig.
Mehr Informationen unter www.stmelf.bayern.de

Everest - der teuerste Fleckvieh-Stier

Der teuerste Fleckvieh-Bulle aller Zeiten. Für Everest wurden in Wertingen 80 000 Euro bezahlt. Foto: Wiedenmann

Die Januar-Auktion des Zuchtverbandes Wertingen begann mit einem Paukenschlag der ganz besonderen Art. Nach einem spannenden und langanhaltenden Winkerduell fiel der Hammer für einen Ermut-Sohn bei sage und schreibe 80 000 €. Den Zuschlag erhielt die Besamungsstation Höchstädt, die dem vielversprechenden Bullen den zum Höchstpreis aller Zeiten passenden Namen gab: Er heißt EVEREST, benannt nach dem höchsten Berg der Welt.
Was waren die Gründe, dass eine solche bisher nie dagewesene Preisdimension erreicht wurde? Es sind mit Sicherheit die hervorragenden genomischen Zuchtwerte. Mit Gesamtzuchtwert 143 und Milchwert 135 übersteigt der genomisch optimierte Zuchtwert den Pedigree-Index um jeweils 13 Punkte und ist nach GZW der beste von über 150 Ermut-Söhnen. Zudem weist Everest einen Zuchtwert Milch-kg von +1539 auf. Auch die genomischen Zuchtwerte in den anderen Kriterien sind sehr gut. Außerdem stammt Everest mit Vater Ermut aus einer wenig verbreiteten Linie und ist damit gut einsetzbar.
Everest wurde gezüchtet in Mittelfranken. Aus seiner Mutter wurden Anfang 2011 bereits drei ebenfalls sehr gut typisierte Huascaran-Söhne in den Besamungseinsatz verkauft.    Friedrich Wiedenmann

Kostenloser Mastitistest

Das LKV Baden-Württemberg bietet seinen Mitgliedern im Rahmen des Projekts „Gesundheitsmonitoring Rind BW“ eine kostenlose Mastitisuntersuchung für die Sammelmilch an. In dem Mastitischeck wird einmal im Monat die Milch auf die drei Erreger Staphylococcus aureus, Streptococcus agalactiae und Mycoplasma bovis vom Milchprüfring mittels eines PCR-Tests untersucht. Schon nach wenigen Stunden soll das Ergebnis der Untersuchung vorliegen, welches vom Landwirt und seinem Tierarzt verwendet werden kann.
Das Monitoring ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen eines Mastitisgeschehens, welches durch die drei Erreger in der Herde hervorgerufen wird. Dadurch soll eine gezielte Behandlung von Tieren ermöglicht werden, was zugleich die wirtschaftlichen Verluste einer Mastitis reduziert. Landwirte die im Rahmen des Projekts „Gesundheitsmonitoring Rind BW“ teilnehmen, können diesen Service für die Testphase 2012 kostenlos in Anspruch nehmen.  ah

Genomische Zuchtwerte beim Braunvieh

Der Stier Harley von der Besamungsstation Greifenberg führt die Liste der besten bayerischen Jungvererber beim Braunvieh an. Foto: Luca Nolli

Ein neues Zeitalter für die Braunviehzucht ist angebrochen. Seit kurzem stehen die genomischen Zuchtwerte den Landwirten zur Verfügung. An der Spitze steht der Huray-Sohn Harley, einer von sechs neuen Jungvererbern der Besamungsstation Greifenberg. Auch von Memmingen, der Alpengenetik und der Rinderunion Baden-Württemberg kommen junge, genomisch getestete Braunviehstiere in den Einsatz. Mehr darüber lesen Sie in der kommenden Doppelausgabe vom Allgäuer Bauernblatt.